Ich weiß, wie es ist, alles zusammenzuhalten
„Manches, was man als Kind erlebt hat, erhält seinen Sinn erst nach vielen Jahren. Und vieles, was uns später geschieht, bliebe ohne die Erinnerung an unsere Kindheit so gut wie unverständlich.“
(Erich Kästner)
Im Garten meiner Großmutter gab es einen alten Sandkasten, moderig und ein bisschen vergessen. Dort habe ich als Kind stundenlang kleine Dörfer gebaut. Wurde mir das zu eng, kletterte ich auf meinen Lieblingsast im Kirschbaum und tat so, als gehöre der Garten unter mir nur mir. In diesen Stunden habe ich mich sicher gefühlt.
In den Geschichten, die ich mir dort ausdachte, hatte ich immer dieselbe Rolle wie im echten Leben: Ich sorgte dafür, dass alle fröhlich sind und nichts auseinanderfällt. Ich war das jüngste von vier Kindern, in einer Familie, in der der Krieg noch lange nachwirkte, vor allem bei meiner Oma und meiner Mutter. Dass ein Kind so eine Aufgabe übernimmt, kam mir damals völlig normal vor. Heute weiß ich, wie viele Frauen genau so groß geworden sind.
Dazu kam das Gefühl, zu viel und nicht ganz richtig zu sein. Ich nahm mehr wahr als andere, dachte anders und brauchte mehr Rückzug. Viel später bekam das einen Namen: Hochsensibilität. Auf einmal ergab vieles einen Sinn.
Funktionieren als Beruf
Nach der Schule wollte ich Medizin studieren. Stattdessen sollte ich möglichst schnell Geld verdienen, um die Familie zu entlasten. Daraus wurden 25 Jahre in der Medienbranche, viele davon als Führungskraft. Ich habe die Karrieren namhafter Künstler:innen und Prominenter mitgestaltet und war oft diejenige, die den Druck auffing, wenn er für andere zu groß wurde.
Darin war ich gut. Den Sandkasten hätte ich trotzdem gebraucht, nur gab es keine Zeit mehr dafür. Während meine Kund:innen profitierten, ging mir über die Jahre leise die Kraft aus. Von außen sah man davon wenig. Ich selbst wollte es lange nicht sehen.
Dann entschied sich das Unternehmen für den Shareholder Value und schloss das Label in München. Ich hätte nach Berlin mitgehen können. Ich bin geblieben. Was nach einem Tiefpunkt aussah, wurde ein Anfang: Ich ließ mich zur Heilpraktikerin für Psychotherapie und zur Traumatherapeutin ausbilden, coachte zunächst Personen des öffentlichen Lebens und eröffnete 2018 meine Praxis für Psychotherapie in München.
Was ich heute tue
In meiner Praxis begleite ich vor allem Frauen, die viel tragen. Viele von ihnen haben früh gelernt, was ich im Sandkasten geübt habe: dass es sicherer ist, für die anderen da zu sein als für sich selbst. Ich arbeite mit EMDR, mit inneren Bildern, gestalttherapeutisch und körperorientiert. Meine eigene Feinfühligkeit hilft mir dabei, auch das wahrzunehmen, was zwischen den Sätzen liegt.
Wenn ich heute mit einer Klientin arbeite, fühle ich mich oft wie damals auf dem Kirschbaum: ruhig, wach und bei mir. Den vernünftigen Lebenslauf habe ich gegen einen stimmigen getauscht. Bereut habe ich das keinen Tag.
Die Praxis
Meine Praxisräume liegen in meinem Haus in einem ruhigen Wohnviertel. Es gibt kein Wartezimmer, in dem du jemandem begegnest, und was du hier erzählst, bleibt hier.
Geboren 1971 in Köln, seit 2008 in München, mit Mann, Tochter, Katze und einem kleinen Hund (seit November 2026)
Wenn du beim Lesen an der einen oder anderen Stelle gedacht hast „Das kenne ich“, dann weißt du vielleicht schon mehr, als du dir eingestehst. Wie die Arbeit mit mir aussieht, erfährst du hier.
Einen Einblick in die Therapie Möglichkeiten gibt es hier.
Expertin für Hochfunktionalität und Trauma
- Heilpraktikerin, beschränkt auf das Gebiet der Psychotherapie
- Traumatherapeutin mit EMDR (Eye Movement Desensitization and Reprocessing)
- Bild-, Gestalt- und Traumatherapie (BGT) und Arbeit mit dem inneren Kind
- Klientenzentrierte und lösungsorientierte Gesprächstherapie nach Carl Rogers
- Körperpsychotherapeutische Methoden
- Zertifizierte Stressmanagement-Trainerin
- Kursleiterin Progressive Muskelentspannung nach Jacobson
- Gewaltfreie Kommunikation nach Marshall B. Rosenberg
- Vorträge, Seminare und Fortbildungen für Unternehmen und Fachpersonal





